Die Maare der Eifel entstanden in einem Zeitraum von 600.000 bis 10.000 Jahren unserer Zeitrechnung, wobei das Ulmener Maar das Jüngste ist.
Entgegen den bisherigen Annahmen sind die Vulkane keineswegs erloschen. Kürzlich vorgenommene Forschungen haben ergeben, dass die Erde noch durchaus tätig ist, was zum Beispiel der Brubbel in Wallenborn oder austretende Gase am Laacher See beweisen.
Heimische Taucher berichten, dass auch im Ulmener Maar diese Gase in 4-5 Metern Tiefe zu sehen sind. Anfangs glaubte man, wegen der ein oder anderen Stelle, die Schwimmer frequentierten, die Wärme nehme in Richtung Grund zu, doch das Gegenteil ist der Fall. Ohne Neoporen-Anzug ist es Tauchern unmöglich tiefer als drei Meter zu „gehen“.
Bei einer Tiefe von 37 m würde der Kirchturm der Pfarrgemeinde genau im Maar versinken. Die Form des Sees ist eher elliptisch denn rund, aber am gegenüberliegenden Wald kann man deutlich den „Kraterkessel“ erkennen. Vor ein paar Jahren hat der Eifelverein einen Lehrpfad durch diesen Wald angelegt, wo auf Tafeln die einzelnen Pflanzen und Bäume bzw. das ökologische Gleichgewicht von Wald und Wasser anschaulich erklärt werden. Viele Rundwege laden zum Spazieren ein und der hohe Totholzanteil verleiht diesem Wald einen urigen Charakter.
Während zudem bei den meisten Maaren der Tuffwall abgetragen bzw. verschwunden ist, findet man ihn in Ulmen in der Cochemer Straße unter dem Friedhof – ein sehr schönes Beispiel für Ablagerungen devonischen Gesteins.
Übrigens werden die Maare oft fälschlich „Kraterseen“ genannt. Dabei hat sich das Grundwasser eines Kratersees auf dem Vulkankegel gesammelt, bei einem Maar ist dieser Kegel abgetragen und das Wasser sammelt sich in der Senke. Hätten Sie’s gewusst?
Das Ulmener Maar hat eine weitere Besonderheit: Es ist das einzige Gewässer ohne natürlichen Zu- und Ablauf. Die beiden mittlerweile vorhandenen Zuläufe sind im 19. Jahrhundert künstlich gegraben worden.
Einzigartig ist sicherlich auch die Burgruine, deren Mauern einst bis ans Ufer langten. Bei dem Wasser handelt es sich um Trinkwasser, das im Umkreis bis zu 70 Ortschaften versorgt. Die Wasserqualität ist eine der besten in Deutschland!
Der vulkanische Ursprung des Ulmener Maares ist bekannt, weniger der des Jungferweihers, der durch die Autobahn vom Maar getrennt wird.
Erst vor wenigen Jahren haben geologische Bohrungen die Existenz eines zweiten Vulkans bestätigt und das Alter bestimmt. Der Vulkan des Jungferweihers ist 118.000 Jahre alt und wesentlich großflächiger als das Maar, denn seine Tuffablagerungen konnte man bis zum Höchstberg nachweisen. Man spricht hier von einem verlandeten Maar, das vor Jahrhunderten austrocknete und von dem nur sumpfige Wiesen übrig blieben.
Bis 1942 handelte es sich bei dem Gelände um Kuhweiden, wovon noch viele Fotografien zeugen.
Heute ist der Weiher ein Paradies für Ornithologen und Angler, denn im Vogelschutzgebiet am nördlichen Rand konnte man vom häufig vertretenen Grau- und Silberreiher über Stockenten und Haubentaucher auch Wildgänse, Pelikane und einen Schwarm Flamingos beobachten, während die Petri-Jünger ihrem Hobby frönen und schon den ein oder anderen riesigen Hecht an Land ziehen konnten.
Auch im Maar ist das Angeln erlaubt. Haben Sie sich schon einmal überlegt einen Angelurlaub zu machen? Die Ruhe, der Frieden und die schöne Natur ziehen unsere Gäste seit über dreißig Jahren an.
Unsere Gäste erhalten vergünstigte Angelscheine für beide Gewässer in der Touristinformation.
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